Schmerzensgeld

Schmerzensgeldansprüche

Um zu verstehen, warum die Gerichte Schmerzensgelder in bestimmten Höhen zusprechen, ist zunächst die sog. Doppelfunktion des Schmerzensgeldes wichtig: Die Genugtuungsfunktion und die Ausgleichsfunktion. Maßgebliche Kriterien für die Höhe des Schmerzensgeldanspruchs sind Art und Größe, Dauer und Intensität der Schmerzen, psychische Beeinträchtigungen und ggf. Entstellungen.

In der Praxis heißt das:

  • um welche Verletzung geht es (Prellungen, Gehirnerschütterung, Verlust von Gliedmaßen)?
  • Was sind die Folgen (Schmerzen, Übelkeit, Bewegungseinschränkungen)?
  • Wurde der Betroffene stationär behandelt?
  • Wie lange war der Betroffene arbeitsunfähig?
  • Wie lange hat der Verletzte insgesamt unter den Folgen gelitten?
  • Bestehen mögliche bleibende Schäden (Amputation, Verlust des Sehvermögens, Minderung der Erwerbsfähigkeit)?
In gerichtlichen Verfahren werden zur Bemessung der Schmerzensgeldhöhe im jeweiligen Fall in der Regel Vergleichsentscheidungen herangezogen: Aus verschiedenen Schmerzensgeldsammlungen (insbesondere „Schmerzensgeldbeträge“ von Hacks/Ring/Böhm, mittlerweile Hacks/Wellner/Häcker) ergeben sich Gerichtsurteile zu vergleichbaren Fällen.

Hier liegt die Aufgabe des Anwaltes darin, zum einen für den Mandanten vergleichbare Fälle zu finden, die zu einem möglichst hohen Schmerzensgeldanspruch führen. Zum anderen muss der Anwalt die Besonderheiten des Einzelfalles herausarbeiten, um so zu einem für den Einzelfall angemessenen Schmerzensgeldanspruch zu kommen. Nur so kann vermieden werden, dass die bisher ausgeurteilten Schmerzensgeldbeträge „eingefroren werden“ und damit statisch bleiben.

Im Rahmen von Schmerzensgeldansprüchen ist neben einer einmaligen Zahlung eine monatliche Rente denkbar. Dies kann je nach Einzelfall sachgerechter sein.

Zur Höhe des Schmerzensgeldanspruchs sind allgemeine Aussagen kaum möglich. Grob gesagt bewegen sich die Beträge für einfache Verletzungen (einfache Verbrennungen, Prellungen, Schürfungen, HWS-Distorsion) im Bereich von bis zu 1.000,00 EUR, schwerere Verletzungen (insb. Frakturen) im Bereich von bis zu 10.000,00 EUR und für schwerste Verletzungen bei teilweise sechsstelligen Beträgen.

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Im Fall von Schmerzensgeldansprüchen sollte ein in diesem Bereich kompetenter und erfahrener Anwalt aufgesucht werden. Die in der Regel beteiligten Haftpflichtversicherungen sind bei Schmerzensgeldzahlungen sehr zurückhaltend und versuchen die Forderungen zu kürzen. Auch bei der bedeutenden Frage der Durchsetzung der Forderungen sollten keine Kompromisse eingegangen werden. Neben einem Schmerzensgeld besteht zudem häufig Anspruch auf Ersatz des Haushaltsführungsschadens.

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